deine unverpackt story

Einkauf im Büggel

Wie klappt das mit dem unverpackt Einkaufen auf Dauer?
Wie schafft Mensch die Umstellung auf einen nachhaltigen, möglichst unverpackten Einkauf?
Wieviel Prozent deines Wocheneinkaufs erledigst du im Unverpackt Laden?

Viele kaufen nur einige wenige Artikel bei uns wie das Lieblingsmüsli, die geschälten Hanfsamen oder die gefriergetrockneten Himbeeren. Einige Kunden hingegen kaufen einen grossen Teil ihrer Vorräte bei uns. Egal wie du dich entscheidest, jeder kleine Schritt etwas Müll zu vermeiden ist richtig und wichtig.
Aber wie schafft man das überhaupt, wie organisiert man sich ….?
Wir wollen euch hier ein paar Unverpackt-Stories unserer Kunden erzählen, als Anekdote, zur Aufklärung, als Vorbild.
Eine allgemeine kurze Erklärung findest du hier auf unserer Homepage.


Simones Story

Das Konzept der Unverpackt-Läden hat uns von Anfang an sehr gut gefallen. Als dann der BÜGGEL eröffnete, haben wir erst einmal geschnuppert und mit Kleinigkeiten wie Gewürzen begonnen. Ich koche viel und gerne und probiere ständig neue Rezepte aus. Hier kann ich genau die Mengen einkaufen, die ich für das neue Rezept brauche. Viele stellen sich unverpackt einkaufen umständlich vor. Für mich ist es das Gegenteil:

  • Statt einer Einkaufsliste stelle ich zuhause die beschrifteten Gläser und Flaschen bereit
  • Oft wiege ich die leeren Gefäße vorab, dann geht es im Laden noch fixer
  • In der Küche haben wir die Zutaten für das Frühstück in kleinen Gläsern und im Keller ein zweites Glas als Nachschub. Damit sind wir bis zum nächsten Einkauf gut gerüstet.
  • Für größere Mengen Mehl, Haferflocken und Nudeln habe ich jetzt luftdicht verschließbare Behälter bestellt
  • Das Gemüse beziehen wir über eine Gemüsekiste und können so das Essen der Woche vorplanen und auch im BÜGGEL gezielter einkaufen.
  • Im Laden selber muss ich mich nicht zwischen einem Produkt von 5 verschiedenen Herstellern entscheiden, nicht nach Regionalität schauen oder nach Bioqualität. Das ist alles schon vorab geschehen. Und aus Erfahrung weiß ich inzwischen, dass die Sachen lecker sind – vor allem die Nussecken!
  • Zurück zuhause stellen wir die vollen Gläser einfach an ihren Platz. Kein Auspacken, Entsorgen von Verpackungen, Umfüllen.

Wir kaufen schon viel unverpackt, aber nicht alles. Von manchen verpackten Dingen wollen wir uns (noch) nicht trennen, aber darum geht es auch gar nicht. Es geht uns darum, Gewohnheiten zu ändern und Müll zu vermeiden, ohne uns zu verbiegen. Und das klappt mit dem BÜGGEL sehr gut.


Julias Story

Meine Unverpackt-Story beginnt damit, dass wir uns in unserer Familie gefragt haben, in welchen Bereichen wir Müll einsparen können. Wir schreiben uns ganz genau auf, welches herkömmliche Produkt wir gegen eine unverpackte Variante eingetauscht habe. Das Ganze mache ich schon sehr viel länger, als es den Büggel in Bergisch Gladbach überhaupt gibt. Als er dann eröffnet hat, stiegen meine Chancen natürlich gewaltig – das war sehr motivierend!! Ich habe dann beim Frühstück angefangen und alle Plastikverpackungen gegen diese leckeren unverpackten Lebensmittel eingetauscht. Meine Kinder brauchten tatsächlich eine Weile, um keinen extra Zucker ins Müsli zu streuen – sie haben ihr Essverhalten dann aber doch umgestellt und wir haben neben dem Müll auch noch viel Zucker eingespart und ein sehr leckeres und dabei gesundes Frühstück kreiert! 
In meinem Fall ist das Auto schon notwendig, weil ich diesen Großeinkauf auch in keinen Rucksack mehr bekomme, was ich auch schon ausprobiert habe… Sich vernünftig zu organisieren macht da schon Sinn, da hat aber sicherlich jede und jeder ihre und seine eigne Methode. Wenn ich alles in meine Stoffbeutel abfüllen würde, ginge das auch anders aber ich nehme lieber direkt die Gläser, in denen ich die Lebensmittel aufbewahre, dann erspare ich mir das Umfüllen. Wenn noch ein Rest drin ist, wiege ich beim Einkaufen das ganze Glas, so bezahle ich dann auch nur meinen tatsächlichen Einkauf und ich habe das Glas vollständig gefüllt.
Besonders viel Müll entstand bei uns beim Kauf von Süßigkeiten und Knabberzeug. Dank des Büggels konnten wir das ganz schön reduzieren. Besonders Stolz bin ich darauf, dass kaum noch eine Chipstüte bei uns im Müll landet! Die Chips aus dem Büggel sind dabei so unfassbar lecker und verzichten offensichtlich auf diese suchtmachenden Stoffe und Gewürze. Diese Chips sind lecker und machen satt, dadurch können wir sie viel besser genießen!
Richtig zufrieden sind wir mit unseren verschiedenen Keimsaaten. Ich habe jetzt noch eine zweite Schale gekauft, damit wir immer Kresse zur Verfügung haben. Die Keimlinge kommen bei uns in den Salat und auf‘s Brot. Sie lassen sich nach der Ernte auch gut im Kühlschrank aufbewahren und in der Zwischenzeit können wieder neue keimen! 


Maikes Story

Bei mir hat es erst mit Kosmetik angefangen, ich wollte Plastik im Bad vermeiden:) Dann habe ich Stück für Stück umgestellt. Mittlerweile bin ich bei einer guten Grundeinrichtung 🙂 Bin noch nicht perfekt, denn ich ertappe mich immer noch bei Einkäufen in denen Plastik mit bei ist, aber ich bleibe einfach dran. Der unverpackt Laden hat selbst heute noch kleine wow Momente für mich übrig.


Annes Story

BÜGGEL bergisch unverpackt, unverpackt einkaufen
BÜGGEL bergisch unverpackt, unverpackt einkaufen

Zunächst war da im Jahr 2016 der Gedanke, dass wir als 4-Personen-Haushalt einfach viel zu viel Müll machen. Vor allem hat mich damals der Plastikmüll überwältigt. Viele Dokumentationen und Berichterstattungen über Plastik im Meer und Mikroplastik in unserem Wasser auf der ganzen Welt haben mich schockiert.
Puh, aber wo kann man anfangen?
Inspiriert durch Sozial Media habe ich zunächst begonnen Drogerieprodukte umzustellen. Meine Familie hat aufgebraucht, was wir hatten und sukzessive umgestellt auf feste Varianten. Das war nicht immer einfach. „Das Shampoo brennt in den Augen!“ „Da ist ja gar kein Schaum!“ „Die Seife rutscht mir immer wieder aus der Hand…“ usw.

Es hat Zeit und viel Geduld gebraucht, bis wir geeignete Produkte in Unverpackt-Läden gefunden hatten. Nach 4 Jahren waren unsere „Reste aus den Schränken“ dann endlich aufgebraucht und alle mit der Umstellung zufrieden.
In dieser Zeit gab es innerhalb weniger Kilometer von unserem Zuhause noch keinen Unverpackt-Laden. Ich habe alle 1-2 Monate in einem Online-Unverpackt-Laden bestellt. Das funktionierte mit Mehrweg-Behältern ganz gut. Aber es erforderte gute Planung im Vorfeld und hatte immer den negativen Beigeschmack der langen Versandwege. Sehr zufrieden war ich mit dieser Lösung insgesamt nicht.
Nach der Geburt meines Sohnes habe ich 2019 die Motivation gehabt, größere Schritte zu gehen. Die Umstellung auf Stoffwindeln und das vorrangige Einkaufen von unverpackten Lebensmitteln waren zwei dieser großen Schritte.

Sehr glücklich war ich, als ich von der Eröffnung des „Büggel“ in Bergisch Gladbach hörte. Zunächst bin ich im Mai 2020 mit ein paar Dosen dort gewesen und habe mich umgeschaut. Liebe Verkäuferinnen haben mir geholfen bei Fragen wie: „Wie funktioniert das mit dem Wiegen?“ „Was schreibe ich auf meine Gläser und Dosen?“
Schon beim dritten und vierten Einkauf füllte ich dann den Kunden-Vertrag aus. So schnell kann es gehen.
Ich war damals schon sehr begeistert von dem recht großen und breit gefächerten Sortiment des Ladens. Und wenn mal etwas nicht da ist, so kann man es bestellen.

Familie und Freunde sind immer wieder neugierig und fragen nach, ob man dort denn „alles bekommt“ oder ob es nicht „umständlich sei“. Das sind die häufigsten Fragen. Und ja, jede Umstellung ist erst mal umständlich und erfordert eine gewisse Anstrengung. Auch das haben wir selbst in vielen Lebensbereichen erfahren. Man benötigt zum Einkaufen Baumwollbeutel, Gläser und Dosen in ausreichender Zahl und Größe. Wir legen sie, sobald sie gespült und gewaschen sind, immer schon in den Einkaufskorb. So ist alles bereit für eine Einkaufstour.

Und ob man „alles bekommt“ ist sehr individuell. Es gibt natürlich eine große Auswahl an naturbelassenen Lebensmitteln, wenige Fertigprodukte. Hier stellt sich die Frage, wie man kochen möchte.
Wir bekommen als Familie auch nicht „alle“ Lebensmittel dort, die wir gerne konsumieren. Aktuell sieht unser Einkauf so aus, dass wir etwa 60-70 Prozent des wöchentlichen Einkaufs im Büggel erledigen. 30-40 Prozent ergänzen wir durch Produkte aus dem Supermarkt um die Ecke. Im Supermarkt kaufen wir verschiedene Käse, Aufschnitte und Milchprodukte. Dies hat sicherlich mit der Auswahl der Produkte zu tun.
Unsere monatlichen Ausgaben für Lebensmittel und Drogerieartikel sind übrigens so gut wie gleich geblieben. Darauf hat sich die Umstellung nicht ausgewirkt.
Auf unserer bisherigen Reise haben wir gelernt, dass vieles, was wir alltäglich für die Umwelt machen, umständlicher ist und eventuell mehr Zeit erfordert. Aber jeder noch so kleine Schritt lohnt sich! Unser Plastikmüll hat sich um etwa 2/3 reduziert. Das ist ein guter Anfang, denke ich. Und wir befinden uns noch immer auf dem Weg und schauen, was wir alles im Familienalltag umsetzen können.


Patricias Story

BÜGGEL bergisch unverpackt, unverpackt einkaufen
BÜGGEL bergisch unverpackt, unverpackt einkaufen
BÜGGEL bergisch unverpackt, unverpackt einkaufen
BÜGGEL bergisch unverpackt, unverpackt einkaufen

Lieber Büggel,
ganz herzlichen Glückwunsch zum zweiten Geburtstag!! Mögen noch viele weitere folgen!
Ich muss gestehen, bei mir hat es etwas länger gedauert, bis ich Dich und das unverpackte Einkaufen für mich entdeckt habe – dabei fand ich das Konzept ja schon lange toll, aber irgendwie musste ich erst mal meine Organisation beim Einkaufen umstellen, sowohl im Kopf als auch in der Logistik.
Und was soll ich sagen: ich ärgere mich, dass ich das nicht schon viel früher gemacht habe.
Was mir zuerst etwas umständlich erschien ist so viel entspannter als ein Einkauf im Supermarkt!
Ich liebe es, mich mit meinen diversen Gläsern, Dosen, Schachteln und Beuteln aufs Rad zu schwingen; mich nicht zwischen zehn gleichen Produkten entscheiden zu müssen; zu wissen, dass ich mich darauf verlassen kann wirklich gute, faire, regionale Bio-Waren zu kaufen – und so lecker!; mit den Schaufeln und Zangen zu hantieren wie in meinem heiß geliebten Kaufladenspiel aus Kindertagen; mit netten Leuten ins Gespräch zu kommen z.B. über die Verwendung von Flosamenschalen oder Hartweizengries, die ich bis dahin noch nie benutzt habe; beim Reinkommen mit Namen begrüßt zu werden; immer kompetente Beratung von diesem unglaublich netten Team zu erhalten, wenn ich mal wieder was Neues ausprobieren möchte und nicht recht weiß wie (Zahnputztabletten zerkaut man besser mit den Schneide- statt mit den Backenzähnen, ein sehr guter Tipp!)…und das alles ohne diese fürchterliche Hektik spätestens an der Kasse, die mich im Supermarkt jedes Mal stresst!
So habe ich ziemlich schnell eine Menge Verpackungsmüll reduziert – sogar der unvermeidliche Kassenzettel dient wieder als Notizzettel für den nächsten Besuch im Büggel.
Und obwohl ich jetzt seit einem dreiviertel Jahr jede Woche da bin, entdecke ich immer wieder neues.
Natürlich gibt es auch bei uns noch Sachen, die wir im Supermarkt kaufen, aber der Korb wird längst nicht mehr so voll.

Die anfängliche Befürchtung, dass ich jetzt deutlich mehr Geld ausgebe hat sich nicht bewahrheitet. Es gibt wie überall günstige und eben auch teurere Produkte, aber wenn ich einen Großeinkauf quer durch meine Vorrats-, Putz- und Badschränke mache, komme ich am Ende immer mit einer vernünftigen Gesamtsumme hin, zumal ich mich jedes Mal wieder freue, dass ich als Mitglied den Stammkundenpreis zahle.
Seit dem wird bei uns zuhause auch viel bewusster gegessen und nichts mehr verschwendet.

Also, bis die Tage, ich freue mich schon wieder auf’s nächste Mal!

PS: Bitte, bitte nehmt nie diese super leckeren Chips und Wine-Gummis aus dem Sortiment…und auch nicht die Datteln, die leckeren Eier von wirklich glücklichen Hühnern, die Nudeln, Öle, Linsen, meinen unverzichtbaren Start-in-den-Tag-Fenchel-Anis-Kümmel-Tee und und und…

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